Neubau RZ PIZOL :: setzt auf BERGMOND®HOLZ
Die Fassade wird aus einheimischem Bergmond®Holz gezimmert

Mit dem symbolischen Fällen einer über 40 m hohen Douglasie in Vermol «Gallenwerch» ist am Dienstag, 16. Dezember 2025, der Startschuss für den Neubau des zentralen Sicherheits- und Rettungsstützpunkts Riet erfolgt.
«Heute ist ein bedeutender Tag für uns», hielt Fritz Thuner, Präsident der Regionalen Feuerschutzkommission Pizol, bereits in seinen Begrüssungsworten fest. Mit dem Fällen einer Douglasie – deren Holz Teil der neuen Fassade sein wird – werde zweierlei signalisiert: der Start zum Neubau des Sicherheits- und Rettungsstützpunkts Riet und ein klares Bekenntnis zum einheimischen, nachhaltigen Rohstoff Holz. «Es war uns schon vor acht Jahren klar, dass wir mit einheimischem Holz bauen würden.» Weitere koordinierte Baumschläge sind in den Verbandsgemeinden Sargans (Staatswald) und Vilters-Wangs geplant.
Eindrücklicher Holzschlag
Am besagten Dienstag begab sich eine neugierige Schar aus Vertretern des Architekturbüros, der Sägerei, des Vereins Bergmondholz (Präsident Roman Gabathuler) und der Feuerschutzkommission unter Leitung von Thomas Bärtsch, Feuerwehr-Pizol-Kommandant, und Marc Eberle, Revierförster und Betriebsleiter Forstbetrieb Ortsgemeinde Mels, hinauf nach Vermol.
Beim vorgesehenen Holzschlag wurden sie von einem dreiköpfigen Team des Forstbetriebs Ortsgemeinde Mels erwartet, welches bereits alles vorbereitet hatte: Bagger, Traktor, Baumzugseile (Stahlseile). Gefällt werden sollte eine gut hundertjährige, 40 m hohe Douglas-Tanne. Douglasienholz fällt durch zahlreiche positive Eigenschaften auf, wie Marc Eberle ausführte. Es hat eine hohe Festigkeit, lässt sich gut verarbeiten, ist sehr zäh sowie dauerhaft und witterungsfest. Darüber hinaus wächst es schnell und verfügt über eine gute Resistenz gegen Insekten und Pilze.
Das durch Forstwart-Lehrling Sandro Pfiffner ausgeführte Fällen des so mächtigen Baumes live mitzuerleben, war beeindruckend und erfordert grosse Aufmerksamkeit aller Beteiligten. Auch das anschliessende Vermessen war interessant. Ein 4 m langes Stück des Stammes zum Beispiel hatte ein Volumen von 3,17 m3 und wog 2,5 Tonnen.
Ein Holzschlag kurz vor Neumond
Das Datum dieses Holzschlags war übrigens nicht zufällig gewählt. Werden Bäume um Weihnachten herum bei abnehmendem Mond kurz vor Neumond geschlagen, erntet man sogenanntes Bergmondholz. Diesem unter Berücksichtigung des Mondkalenders geernteten Holz werden besondere Qualitäten hinsichtlich seiner Stabilität, Haltbarkeit, geringen Quellveränderung, Härte und Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge nachgesagt.
Roman Gabathuler, Präsident des Vereins Bergmondholz, wies auch auf den Sachverhalt hin, dass bei nidsiggehendem Mond und vor Neumond geerntetem Holz weniger gebundenes Wasser in seinem Innern eingelagert ist. Das heisst, dass es sich bei der Trocknung weniger zusammenzieht respektive geringer schwindet. Das Holz wird so in allen Belangen widerstandsfähiger.
Bekenntnis zu einheimischem Holz
Verwendung findet das einheimische Holz beim Neubau des zentralen Sicherheits- und Rettungsstützpunkts Riet. In der Nähe der Einkaufszentren und der Autobahnzufahrt kann die Feuerwehr Pizol ihre Einsatz-, Raum- und Materialbewirtschaftungssituation wesentlich vereinfachen und verbessern. Weitere Mieter sind die regionale Zivilschutzorganisation Sarganserland, die Rettung St.Gallen AG sowie die Alpine Rettung, welche für die Lagerung ihres Materials und die Unterbringung ihres Personals und ihrer Fahrzeuge Platz gefunden haben. Baubeginn auf der Parzelle Nr. 4015 der Ortsgemeinde Wangs (Bahnhofstrasse, vis à vis Parkhotel) soll im Februar 2026, Bezug im Sommer 2027 sein (unliebsame Überraschungen ausgeklammert).
Auf der Parzelle entsteht das Projekt «Rexter» des Zürcher Büros Stefan Roggo und Christoph Widmer Architekten ETH SIA. Es besticht durch seine Wirtschaftlichkeit und seinen ländlichen Charakter. Das Erscheinungsbild wird durch die durchgehend hölzerne Fassade geprägt. Holz ist das bestimmende Baumaterial. Grundsätzlich werden alle Gebäudeteile in Holzbauweise mit Schrägdächern und betonierten Sockelpartien im Übergang zum Erdreich erstellt. Die Vordächer gewährleisten allseitig einen angemessenen Schutz der unbehandelten Holzfassaden. Im Inneren des Gebäudes wird der Idee eines Zweckbaus folgend eine sehr einfache Materialisierung angestrebt: Der hölzerne Charakter des Gebäudes wird in allen Innenräumen an Wand und Decke sichtbar bleiben.
(Text Heinz Gmuer, Kommunikationsverantwortlicher Gmd. Mels)